Die mexikanische Rotknievogelspinne
Allgemein
Die Mexikanische Rotknievogelspinne ist wie fast alle Spinnen eine Einzelgängerin, sie sieht andere Spinnen als ihre Beute an und ist daher nicht zu vergesellschaften. Lediglich zur Paarung können
Männchen und Weibchen zusammengesetzt werden, jedoch auch hier ist es nicht immer auszuschließen das sie das Männchen als ihre Beute ansieht. Im allgemeinen ist sie eine friedliche Spinne, die jedoch
auch ihre Brennhaar gern mal einsetzt.
Ich sehe meine tagsüber sehr oft außerhalb ihrer Höhle.
Im Allgemeinen ist die Brachypelma smithi eine sehr friedliche, bodenbewohnende Spinne, mit ihren wunderschönen roten bis orangen Farbtönen begeistert sie jeden. Ebenfalls an den Knien ist
eine rote Behaarung zu erkennen, der schwarze Carapax ist rot umrandet.
Das Abdomen sieht samtschwarz aus, teilweise auch mit roten Haaren. Die Brennhaare sind schon mit Vorsicht zu genießen, im schlimmsten Falle können sie starken Husten, Ausschläge auf der Haut und
Schwellungen an den Augen verursachen.
Im durchschnitt wird die Brachypelma smithi zwischen 7cm und 8 cm groß.
Herkunft
Das Gebiet, in der die Brachypelma smithi vorkommt, erstreckt sich vom südlichen Jalisco bis hin zu den Staaten Mexiko und Morles. Sie ist eine grabende Vogelspinne. Oft findet man sie unter
großen Steinen oder Baumwurzeln. Die Eingänge sind mit keiner Seide besponnen, die Bauten können an steinigen Böschungen sein, und mehrere Tunnel aufweisen.
Sie bevorzugt Lebensräume die sich nicht in küstennahen Regionen befinden, also ist sie mehr im Inland anzutreffen.
Das Terrarium
Die Brachypelma smithi zählt zu den bodenbewohnenden Spinnen, ein Terrarium für sie sollte ca. 30x30x20 cm betragen. Ein zu großes Terrarium hat hier sogar Nachteile, Futtertiere können sich
zu gut verstecken und noch nicht adulte Tiere finden somit ihre Nahrung schlecht oder garnicht.
Als Bodengrund eignet sich Erde sehr gut, ich selbst bevorzuge den. Es ist auch bekannt das sie mit lehmhaltiger Erde gehalten werden kann. Wie auch bei anderen Tieren die Bodengrund benötigen ist
darauf zu achten das der Bodengrund nicht gedüngt wurde und auch nicht mit irgendwelchen Parasiten bedeckt ist.
Terrarienerde aus dem Zoofachhandel ist zwar teuer, aber man kann sicher sein das dieser garantiert ohne schädliche Zusätze ist, die die Spinne schädigen können.
In der Terrarieneinrichtung sollten Versteckmöglichkeit niemals fehlen. Sehr gut eignen sich hier Baumrinde, Korkröhren und Äste zum Krabbeln. Wenn sie eine Korkunterkunft als
Einrichtungsgegenstand gewählt haben sollten, achten Sie darauf das diese nicht allzu groß ist. Ich habe schon beobachtet das die Spinne sich wohler fühlt wenn es etwas kleiner ist und sie die
Korkunterkunft beim normalen Sitze mit beiden Seiten der Laufbeine berühren kann.
Niemals fehlen sollte ebenfalls eine Trinkschale, ein kleines flaches Gefäß, was nicht zu hoch ausgewählt werden sollte.
Auch hier eignen sich sehr gut echte Pflanzen im Terrarium einzubringen, es verbessert das Klima, sieht hübsch aus und bietet dem Tier ebenfalls Verstecke und Klettermöglichkeiten. Auch hier ist
darauf zu achten das die Pflanzen und deren Erde unbehandelt und frei von Düngemitteln und Chemie ist.
Um die richtigen Temperaturen im Terrarium zu erreichen eignen sich Klemmstrahler sehr gut die außerhalb des Terrarium angebracht werden. In den kalten Jahreszeiten kann auch eine Heizmatte
zusätzlich verwendet werden. Jedoch halte ich persönlich nicht sehr viel von den Heizmatten.
Jede Spinne bevorzugt andere Temperaturen, die einen mögen es wärmer und die anderen wiederum nicht. Informieren sie sich genau vorher darüber.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Am Tag sollten im Terrarium zwischen 25°C und 28°C herrschen, in der Nacht eine Absenkung auf 18°C bis 22°C.
Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 60% und 70% sein.
Futter- und Wasserversorgung
Für Spinnen eignen sich sehr gut Heimchen, Heuschrecken und Mäuse. Bei Heimchen immer aufpasse das die Weibchen (welche an Hinterleib einen längeren Stachel haben) nicht so lange in dem Terrarium
sind. Sie haben die Angewohnheit in feuchte Substrate ihre Eier zu legen. Und ich glaube kaum das wer von euch ganz viele kleine Heimchen in der Wohnung haben möchte. Ich spreche da auch Erfahrung
;-)
Mittlerweile hasse ich Heimchen, die machen so einen Krach, ich bevorzuge schon seit längerer Zeit Heuschrecken oder Mittelmeergrillen, die keine Geräusche von sich geben.
Heuschrecken eignen sich auch super für schon größere Vogelspinnen da sie selbst schon sehr kräftig und groß sind.
Mit Mäusen habe ich noch keine Erfahrung gemacht, meine wollte sie nie. Jedoch wenn Sie Mäuse füttern wollen dann bitte auch so das die Spinne sie auch überwältigen kann und das ohne Probleme.
Meiner Meinung nach ist sollte eine kleine Wasserschale im Terrarium nie fehlen. Es gibt häufig Diskussionen darüber, weil die Meinungen anders sind. Ich habe immer eine kleine, flache Wasserschale
für die Spinne im Terrarium. Ich habe meine auch schon öfters beobachtet wie sie auf der Wasserschale hocken.